Emulsionsspalter

Emulsionsspalter-Programme zur schnellen Trennung von Öl und Wasser.

Ethylen wird hauptsächlich durch Steamcracken hergestellt. Dieser Prozess umfasst thermisches Cracken, Abkühlen, Kompression und Trennen. Heiße Spaltgase werden sofort in Ölabschreck- und Wasserabschrecksäulen  abgeschreckt. Die Kühlung bezweckt die Verhinderung von Polymerisation und der Bildung unerwünschter Nebenprodukte. Die Wasserabschrecksäule arbeitet bei niedrigem Druckabfall. Die Restwärme des Pyrolysegases wird durch Absorption in heißem Abschreckwasser zurückgewonnen. Im Öl-Wasser-Abscheider werden die Kohlenwasserstoffe aus dem Abschreckwasser entfernt. Das Abschreckwasser aus dem Öl-Wasser-Abscheider wird aufgeteilt, und ein Teil wird in die Wasserabschrecksäule zurückgeführt.

Oft enthält das abgetrennte Abschreckwasser noch größere Mengen an löslichen und unlöslichen Ölen. Die Emulgierung von Kohlenwasserstoffen und Wasser im Abschreckwasser kann Schwierigkeiten bereiten. Eine schlechte Trennung von Öl und Wasser kann sporadische Verluste von Abschreckwasser verursachen. Negative Auswirkungen sind Füllstandprobleme, Fouling und Korrosion von nachgeschalteten Einrichtungen. Besonders betroffen sind Abschreck-Austauscher, das DSG-System und Prozesswasserstripper. In einigen Anlagen sind speziell entworfene Einheiten zur Extraktion von dispergiertem Öl (Dispersed Oil Extractor, DOX) installiert. Es handelt sich um ein System zur Trennung von Öl und Wasser, das auf einem Gestell montiert ist. Das emulgierte Öl und die suspendierten Feststoffe werden aus dem Abschreckwasser extrahiert. DOX-Einheiten sind auf die Entfernung von Kohlenwasserstoffen in Konzentrationen von 20 ppm oder weniger ausgelegt. Bei Problemen mit dem Emulgieren kann es erforderlich sein, die DOX-Filtermedien auszutauschen.

Zur Verbesserung der Trennung von Kohlenwasserstoffen und Wasser kann man ein leistungsfähiges Demulgatorprogramm einsetzen. Eine Überdosierung des Demulgators sollte vermieden werden. Die Emulsionsspalter-Additive besitzen oberflächenaktive Eigenschaften. Sie neigen möglicherweise dazu, in sehr hohen Konzentrationen als Emulgator zu wirken. Eine einwandfreie Demulgierung lässt sich leicht durch Sichtprüfung erkennen. Das Aussehen von emulgiertem Abschreckwasser variiert von leicht trüb bis milchig-trüb.

In den meisten Fällen ist eine Demulgierung von Öl-in-Wasser-Emulsionen erforderlich. Kurita bietet leistungsstarke Demulgator-Programme. Kohlenwasserstoffe tragen im Allgemeinen eine negative Ladung an ihrer Oberfläche. Aufgrund ihrer abstoßenden Kräfte werden Kohlenwasserstoffe ständig in kleine Tröpfchen dispergiert. Ein kationisch geladenes Demulgatorprogramm neutralisiert die negativ geladenen Öltröpfchen. Die abstoßenden Kräfte werden geschwächt und Öltröpfchen werden zusammengebracht. Der Demulgator löst die Emulsion von Wasser und Öl auf. Unsere Emulsionsspalter-Additive beschleunigen den Demulgierungsprozess. Die Trennung von Öl und Wasser besteht aus drei Schritten

1. Agglomeration, d. h. die Assoziation kleiner Tröpfchen (Cluster) in der dispergierten Phase.

2. Aufrahmen , d. h. die Konzentration der dispergierten Phase.

3. Koaleszenz, d. h. die Ableitung von Öltröpfchen, die sich an der Oberfläche angesammelt haben.

 

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