Emulsionsspalter

Emulsionsspalter verbessern die Öl-Wasser-Phasentrennung.

Häufig enthalten Rohöl oder Ölabfälle sehr stabile Emulsionen, die feine Dispersionen von Öl und Wasser sind. Emulsionen können in Destillationskolonnen, Wärmetauschern und Rückverdampfern zu schwerwiegenden Verunreinigungs- und Korrosionsproblemen führen. Im Allgemeinen wird die Emulsion durch diverse verunreinigende Substanzen und Additive aus vorgelagerten Schritten stabilisiert. Bei unerwünschten Emulgierungen sind üblicherweise Asphaltene, Harze, Porphyrine, Wachskristalle oder Fettsäuren stabilisierende Komponenten. Solche Komponenten können als Tenside mit einer Tropfengröße im Mikrometerbereich reagieren.

Aus der Quelle gepumptes Rohöl enthält Wasser in emulgiertem und freiem Zustand. Auch wenn es in Tanklagern gespeichert wird, enthält unbehandeltes Rohöl immer noch Wasser und Salze. Eine Rohölemulsion besteht aus kleinen Wassertröpfchen, die von Öl umgeben sind. Die Rohölabscheidung zur Entfernung von Öl aus Wasser ist ein sehr wichtiger Anwendungsschritt. Dabei hat die Zusammensetzung der Emulsionsphase und der verunreinigenden Substanzen Einfluss auf die Emulsionsspaltleistung. Zwischen weniger Verunreinigungen und Salzen aus dem Rohöl und weniger Korrosion und Fouling besteht ein direkter Zusammenhang. So lassen sich der Wirkungsgrad der Entsalzung, die Ölrückgewinnung und die Rohölabscheideleistung verbessern. Die größeren Tröpfchen werden sich schließlich absetzen und können mit dem Entsalzungsabwasser entfernt werden. Viele Rohöle enthalten eine hohe Konzentration an Feststoffen (BS & W = Basics, Sedimente & Wasser). Solche Rohöle sind schwer zu verarbeiten. Zu den negativen Auswirkungen zählen Störungen des elektrischen Entsalzens, Fouling und Korrosion von nachgeschalteten Destillationsanlagen.

Für die Rohölabtrennung ist zur Entfernung von Öl aus Wasser eine ausreichende Verweilzeit wesentlich. Rohöl durch Schwerkraft in zwei Phasen aufzutrennen ist ein sehr langsamer Prozess. Dieser physikalische Vorgang lässt sich durch Verwendung eines geeigneten chemischen Emulsionsspalter-Programms beschleunigen. Man bezeichnet die verwendeten Additive als Demulgatoren, Emulsionsspalter oder Benetzungsmittel. Diese Chemikalien sind Tenside, die zur Öl-Wasser-Grenzfläche wandern. Hauptsächlich kommen nichtionische Tenside mit sowohl lipophilen als auch hydrophilen Gruppen zum Einsatz. Sie spalten die Rohölemulsionen, so dass Wassertröpfchen aggregieren und größere Wassertropfen formen. Diese Tropfen sind dann groß genug, um sie gravitativ von Öl zu trennen.

Durch Zugabe der Emulsionsspalter-Chemikalien von Kurita erzielen Sie bereits weit bessere Ergebnisse. Wichtige Maßnahmen sind die bestmögliche Rückgewinnung von Öl aus Ölabfällen und eine verbesserte Entwässerung und Entsalzung von Rohölen. Die Verwendung des Emulsionsspalters verringert das Risiko von Korrosion und Fouling in den nachgeschalteten Raffinationsvorgängen. Unsere leistungsstarken Programme beschleunigen die Rohölabscheidung. Dies verbessert den Emulsionsspaltvorgang zur Entfernung von Öl aus Wasser. Das Risiko einer unerwünschten Ölverschleppung in das Entsalzungsabwasser wird minimiert. Das entsalzte Rohöl enthält weniger Wasser und weniger Salze, wodurch sich das Risiko eines Auftretens von Korrosion und Fouling verkleinert. Ein sehr guter Entsalzungswirkungsgrad mit gesteigerter Ölrückgewinnung ist ein wesentlicher Baustein von Ölabfall- oder Entsalzungsbehandlungen. Ihre Vorteile sind eine höhere Wirtschaftlichkeit bei erhöhter Auslastung der nachgeschalteten Einrichtungen.

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