Entschäumer

Antischaummittel oder Entschäumer verhindern und destabilisieren die Schaumbildung.

Schaumbildung kann in petrochemischen Prozessen zu erheblichen Problemen führen. Schaum ist eine physikalische Einlagerung von Gasblasen in einer flüssigen Lösung. Schaumbildung tritt an der Grenzfläche zwischen Gas und Flüssigkeit auf. Eine Flüssigkeit mit niedriger Oberflächenspannung erlaubt es der Oberfläche einer Gasblase, sich einfach auszudehnen. Kohlenwasserstoffe, kleine Partikel und Säuren erhöhen die Schaumbildungsneigung und -stabilität. Verringerte Durchsätze, Verluste durch Mehraufwand und Trennprobleme sind negative Auswirkungen des Schäumens.

Betroffen sind Separiertrommeln, Destillationskolonnen, Extraktionseinheiten oder Gas- und Flüssigkeitswäscher. Sauergaswäscher in Ethylenanlagen sind für Schaumbildung sehr anfällig. Dort steht das Schäumen oft mit Verunreinigungsproblemen in Zusammenhang. Feste Polymerpartikel können den Schaum stabilisieren. Schaumbildung kann den Differenzdruck erhöhen. Negative Effekte sind Emulsionen in der Wasserwäsche oder unerwünschte Salzverschleppung in nachgeschaltete Einrichtungen. Wenn die Polymerisation ein Problem darstellt, kann sich das Schäumen so ernsthaft verschlimmern. In Butadien-Rückgewinnungsanlagen leiden die Abschnitte zur Extraktivdestillation häufig unter Schaumproblemen. Einige Schäume zeigen eine sehr hohe Stabilität. Hohe Filmelastizität sowie hohe Oberflächen- und Volumenviskosität sind schaumstabilisierende Faktoren. Auch ein hoher Gehalt an Feststoffen kann Schäume stabilisieren. Sie sammeln sich an der Grenzfläche zwischen Flüssigkeit und Gas an. Dies verhindert das Zusammenfließen und Platzen von Blasen.

Wollen Sie der Schaumbildung verbeugen oder bestehende Schäume destabilisieren, sollten Sie sofort handeln. Entschäumer oder Antischaummittel sind chemische Programme, die man zur Schaumkontrolle verwendet. Antischaummittel verhindern die Schaumbildung. Entschäumer zerstören bereits gebildete Gasblasen. Ein Reißen des Films geschieht wegen einer Verkleinerung der Oberfläche. Dies verursacht eine große Änderung der freien Oberflächenenergie. Das Ergebnis, das Platzen der Blasenwand, wird durch den "Marangoni-Effekt" bestimmt.

Die Antischaummittel oder Entschäumer von Kurita sind oberflächenaktive Mittel (Tenside). Unsere Antischaummittel und Entschäumer erfüllen die Verfahrensanforderungen. Bereits vorhandenen Schaum zerstören unsere hochwirksamen Antischaummittel und Entschäumer sofort. Sie verhindern eine Neubildung von Schaum. Die Schaumkontrollprogramme von Kurita zählen schnelles Dispergieren und chemische Reaktionsträgheit zu ihren Eigenschaften. Sie besitzen eine geringere Oberflächenspannung als das schäumende Medium. Die Unlöslichkeit des Antischaummittels ist für die Schaumkontrolle sehr wichtig. Um die Schaumbildung zu kontrollieren, sind in unseren chemischen Programmen beide Funktionen kombiniert. Sie weisen eine sehr geringe Löslichkeit in der flüssigen Lösung auf. Sie treten in die Grenzfläche zwischen Gas und Flüssigkeit ein und konzentrieren sich an dem Oberflächenfilm. Dies erhöht die Elastizität des Flüssigkeitsfilms auf der Gasblase. Schaumunterbrechungskräfte  lassen die Gasblasen platzen.

Kurita bietet verschiedene Arten von Programmen zur Schaumkontrolle an. In petrochemischen Anlagen verwendet man hauptsächlich Silikonöle sowie organische oder silikonfreie Antischaummittel.

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