Korrosionsinhibitoren

Korrosionsinhibitorprogramme zum Korrosionsschutz.

Korrosion ist in petrochemischen Anlagen ein allgegenwärtiges Thema. Petrochemische Prozessströme enthalten viele korrosive Komponenten. Schwefelwasserstoff (H2S), Salzsäure (HCl) oder Fluorwasserstoffsäure (HF) können in petrochemischen Rohstoffen auftreten. Gasförmige HCl und H2S sind wasserlöslich und können zu starker Korrosion führen. Die Löslichkeit von Schwefelwasserstoff nimmt mit steigendem pH-Wert und sinkender Temperatur zu. In Kondensaten können Kohlendioxid oder organische Säuren mit niedrigem Molekulargewicht vorhanden sein.

Das zum Korrosionsschutz oft als Neutralisator eingesetzte Natriumhydroxid  hat erhebliche Nachteile. Natriumhydroxid kann Spannungsrisskorrosion (Laugenbrüchigkeit) verursachen. Sich ablagernde Natriumsalze können Verunreinigung und Polymerisation beschleunigen. Korrosion ist ein elektrochemischer Vorgang. Sie lässt sich durch die Anwendung eines chemischen Korrosionsinhibitorprogramms steuern. Zum Korrosionsschutz setzt man Programme mit neutralisierenden Aminen, filmbildenden Aminen oder Sauerstofffängern ein.

Der Neutralisator muss, sobald die ersten sauren Tröpfchen kondensieren, gut vor Korrosion schützen. Kriterien für ein gutes neutralisierendes Aminprogramm sind die Eigenschaften seiner Amine und Aminsalze. Die Amine müssen einen hervorragenden initialen Kondensatschutz bieten. Ein niedriges Salzabscheidungspotential und eine gute pH-Pufferung sind erforderlich. Die alkalisierenden Amine von Kurita reagieren mit jedem Säurebestandteil in einer direkten Reaktion. Das neutralisierende Amin hebt den pH-Wert an, was den Korrosionsschutz verbessert. Unsere gebrauchsfertigen Formulierungen bieten die richtige Kombination aus hochsiedenden und niedrigsiedenden Aminen. Dies gewährleistet Korrosionsschutz in der Dampf- und Wasserphase.

Wenn Wasser kondensiert, beschleunigen geringe Sauerstoffmengen die Korrosion. Die Metalloberfläche reagiert unter Bildung von Eisenhydroxid mit Sauerstoff. Das Reaktionsprodukt ist wasserunlöslich und fällt aus. Korrosion durch Sauerstoff lässt sich mit einem Sauerstofffänger beherrschen. Sauerstoffkorrosion wird häufig in Kesseln oder Systemen mit Verdünnungsdampfgenerator (DSG) beobachtet. Viele Jahre lang wurde als Korrosionsinhibitor Hydrazin eingesetzt. Da es krebserregend ist, darf es in vielen Ländern nicht mehr verwendet werden. Die sehr effektiven Sauerstofffänger-Programme von Kurita sind einfach zu handhaben. Unsere Sauerstofffänger-Produkte sind nicht krebserregend, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen und zu erhalten.

Die Korrosionsinhibitorfilm-Programme von Kurita können dabei helfen, Korrosion zu stoppen oder zu verlangsamen. Sie schützen perfekt, indem sie einen sehr dünnen Film bilden. Der Film wirkt als Barriere gegen korrosive Substanzen. Falls Sie sich für filmbildende Amine entschieden haben, sind Sauerstofffänger, Phosphate und ätzende Dispergiermittel nicht länger erforderlich. Die filmbildenden Amine lassen sich in Kombination mit alkalisierenden Aminen einsetzen.

Wir verwenden natriumfreie Korrosionsinhibitoren. Dadurch werden natriuminduzierte Spannungsrisskorrosion und die Bildung von Koks im Steamcracker vermieden. Gefährliche Amalgamkorrosion im Rohgasstrom wird durch den Einsatz unserer speziellen Quecksilberfänger verhindert.

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