Korrosionsinhibitoren

Korrosionsinhibitoren gewährleisten Korrosionsvorbeugung und -schutz.

Korrosionsangriffe sind eine allgegenwärtige Bedrohung für Ölraffinerien und petrochemische Anlagen. Korrosion wird als allmähliche Zerstörung eines Materials oder einer Substanz definiert. Auf der ganzen Welt kostet Korrosion Unternehmen Milliardenbeträge. Sie kann erhebliche Produktionsausfälle, Wartungskosten und teure Reparaturen verursachen. Einige Technologien erhöhen die Korrosionsbeständigkeit von Destilliervorrichtungen. Korrosionsbeständige Legierungen (Corrosion Resistant Alloys, CRA), Beschichtung von Metalloberflächen oder Kathodenschutz  bieten eine gute Korrosionsvorbeugung. Wegen der niedrigen Anschaffungskosten bestehen die meisten Destilliervorrichtungen aus Kohlenstoffstahl. Kohlenstoffstahl ist in Säuren, welche die Korrosionsbeständigkeit der Metalloberfläche verringern, sehr instabil. Die Korrosionsraten steigen stark an, wenn der pH-Wert unter 7 sinkt. Zu den korrosiven Komponenten zählen Chlorwasserstoff, Schwefelwasserstoff, Ammoniumchlorid, Ammoniumhydrogensulfid, Kohlendioxid und organische Säuren.

Typische Korrosionsformen in Raffinerien sind insbesondere:

  • Lokale Korrosion oder Lochfraß
  • Wasserstoffinduzierte Korrosion (Hydrogen Induced Corrosion, HIC)
  • Spannungsrisskorrosion (SCC)
  • Erosion
  • Kavitation

Wässrige Korrosion wird durch die elektrochemischen Prozesse von zwei Halbzellenreaktionen verursacht. Eine einfache Korrosionszelle benötigt eine Anode, eine Kathode, einen metallischen Leiter und einen Elektrolyten. Fehlt einer dieser Bestandteile, tritt keine wässrige Korrosion auf. Korrosionsinhibitoren werden zur Korrosionsvorbeugung eingesetzt. Sie sind hilfreich, wenn es darum geht, die Funktion einer Korrosionszelle zu stoppen oder zu verzögern. Filmbildende Amine und neutralisierende Amine bieten ausgezeichneten Korrosionsschutz und sind bewährte Behandlungsprogramme.

Die häufigsten Korrosionsinhibitoren sind filmbildende Amine. Sie bilden auf der Metalloberfläche eine Schutzschicht. Dies führt als Folge heraufgesetzter Korrosionsbeständigkeit zu besserem Korrosionsschutz. Öllösliche filmbildende Amine haben sich in Ölraffinerien und petrochemischen Anlagen gut bewährt. Zur Bildung einer Schutzschicht benötigen sie Kohlenwasserstoffe aus dem Prozessstrom. Sie werden in Kohlenwasserstoffsystemen mit niedrigerem Wassergehalt verwendet. Prozessanlagen mit hohem Wassergehalt sind Vakuum-Overheads , Sauerwasser-Stripper, Wasserabschrecksäulen oder Aminanlagen. Wasserlösliche filmbildende Amine besitzen ausgezeichnete Korrosionsschutzeigenschaften. Kurita liefert leistungsstarke öllösliche und wasserlösliche Amine für den Korrosionsschutz.

Historisch wurde als neutralisierendes Amin Ammoniak verwendet. Ammoniak hat eine Reihe von negativen Eigenschaften und erhöht das Risiko einer Verschmutzung mit Ammoniumsalz. Ammoniak ist ein flüchtiges Amin und kann während der Kondensation keine sichere Neutralisation gewährleisten. Die modernen neutralisierenden Amingemische von Kurita bieten hervorragenden Korrosionsschutz und ein sehr gutes Pufferungsvermögen. Sie wirken, indem sie in einer direkten chemischen Neutralisation mit allen Säurebestandteilen reagieren. Das neutralisierende Amin verschiebt den pH-Wert von sehr korrosiven Bedingungen auf ein leichter kontrollierbares Niveau. Sie zeigen auf, wie sich die pH-Kontrolle erleichtern und die Handhabung verbessern lässt.

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