Scavenger

Schwefelwasserstoff- und Mercaptanfänger.

Schwefelwasserstoff (H2S) ist ein natürlich vorkommendes Gas, das in vielen Rohölen enthalten ist. Zusätzlicher Schwefelwasserstoff kann durch Abbau von Schwefelverbindungen im Öl freigesetzt werden. Das geschieht hauptsächlich, wenn Schwefelverbindungen bei hohen Temperaturen mit Wasser in Berührung kommen. Schwefelwasserstoff ist ein giftiges, farbloses, nach faulen Eiern riechendes Gas. Es ist schon bei Konzentrationen von wenigen ppb nachweisbar und kann in allen Raffinationsprozessströmen auftreten. Mercaptane (RSH) sind eine übliche Verunreinigung von leichteren Kohlenwasserstoffkomponenten. Sie sind weniger reaktiv als Schwefelwasserstoff, schränken die Produktspezifikationen aber ebenfalls ein. Beide verunreinigenden Substanzen sind gegenüber Metallen korrosiv, können Katalysatoren vergiften und riechen sehr unangenehm.

Bei hohen Temperaturen kann Bitumen (Asphalt) als schwerstes Raffinerieprodukt größere Konzentrationen von H2S in die Dampfphase freisetzen. Während Anlagenstillständen müssen Tanks, Behälter und Destillationskolonnen geöffnet werden, um notwendige Inspektionen vor Ort zu ermöglichen. Die Konzentration von H2S im Gasraum  von Lagertanks kann sich temperatur-, bewegungs-, viskositäts- und tankfüllstandsbedingt ändern. Vor jedem Eintritt und jeder Inspektion sind Schwefelwasserstoff und Mercaptanverbindungen sicher zu entfernen.

Schwefelwasserstoff weist erhebliche Sicherheits-, Betriebs-, Umwelt- und Compliance-Probleme auf. Aus Raffineriegasen, Destillaten und Kraftstoffen muss, um Spezifikationen und Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, Schwefelwasserstoff entfernt werden. Zur Risikominimierung ist der Einsatz von Schwefelwasserstofffängern erforderlich. Kommerziell verwendet man als H2S-Fänger häufig neutralisierende Amine; diese sind jedoch nicht selektiv für die Entfernung von Schwefelwasserstoff. Solche H2S-Fänger sind nämlich bei hohen Temperaturen reversible Eigenschaften und setzen das H2S also wieder frei. Anforderungen an gute H2S-Fänger sind vorzugsweise öllösliche Additive, schnelles und nicht reversibles Reagieren und hohe thermische Stabilität.

Die Qualität von Endprodukten verringert sich durch erhöhte Konzentrationen von Schwefelwasserstoff oder Mercaptanen signifikant. Diese "minderwertigen" Endprodukte sind nur zu niedrigeren Preisen verkäuflich. Schlimmstenfalls müssen sie in Raffinerieprozessen wiederverwendet werden. Dies bedeutet jedoch einen Produktionsausfall, weshalb bei der Entfernung von Schwefelwasserstoff hochwirksame H2S-Fänger die erste Wahl sein sollten. Die Schwefelwasserstofffänger-Programme von Kurita beseitigen diese unbequemen Komponenten. Zur Entfernung von Mercaptanen stehen ebenfalls sehr effiziente chemische Programme zur Verfügung.

Unsere H2S-Fänger bieten schnelle Reaktionen bei minimaler Durchmischung und erhöhen so die Qualität und den Wert der Endprodukte. Hydrogensulfide und Mercaptane lassen sich mit unseren Behandlungsprogrammen schnell aus Produktströmen entfernen.

Die maßgeschneiderten Schwefelwasserstofffänger von Kurita ermöglichen eine sichere und rechtzeitige Inspektion von Anlagen. Sehr niedrige Dosierraten und kosteneffektive Behandlung stellen für Sie bei einer Vielzahl von Produkten erhebliche Vorteile dar. Kurita liefert nach Ihren Vorgaben metallfreie H2S-Fänger, die in Öl oder Wasser vollständig löslich sind und gute Antikorrosionseigenschaften aufweisen. Unsere Schwefelwasserstofffänger weisen eine hohe thermische Stabilität auf. Bei Bedarf kann Kurita stickstofffreie Schwefelwasserstofffänger-Varianten liefern.

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